Von Göttern, Regierungen und Zombies

Doug Casey machte in einem seiner unterhaltsamen Artikel die Bemerkung, dass sich ein freier Mensch zwar physisch mit einem Sozialisten verbinden könne, aber nicht seelisch. Er stufte das als gleich erfolgversprechend ein wie die seelische Verbindung mit einem Schimpansen – was ich recht lustig fand. Dies ist natürlich völlig richtig; allerdings glaube ich, dass auch die körperliche Verbindung mit einem Sozialisten ein seltenes Ereignis ist, das nur unter dem Einfluss von reichlich Alkohol stattfindet.

Im 17. Jahrhundert schrieb Rene Descartes, “cogito ergo sum” – Ich denke, also bin ich. Das ist der treffende Ausdruck eines revolutionären Konzepts zu einer Zeit, als die meisten Menschen glaubten, dass Emotionen und Bewusstsein außerhalb des Menschen existierten. Die Menschen gingen zum Beispiel zum Jahrmarkt, um dort Glück zu finden. Sie glaubten, dass ein Gott und andere Kräfte wie Hexen und böse Geister ihr Leben bestimmten, dass externe Kräfte ihre Gedanken, Aktionen und Stimmungen lenkten.

Vierhundert Jahre später hat sich nichts geändert, mit der Ausnahme, dass viele ihren untertänigen Gehorsam nun den Regierungen statt den Göttern gewidmet haben. Der eine Glaube ist genauso irrational wie der andere. Es gibt keinerlei Unterschied zwischen der Legitimation von Göttern und der von Regierungen. Viele glauben, dass Glück in einem Gesetz oder einer geschluckten Pille existiert, genauso wie viele immer noch an das Wort Gottes glauben. Die Menschen verfolgen begeistert das Treiben von Prominenten in Hochglanzmagazinen und im Fernsehen in der irrigen Hoffnung, dass der Glanz auf sie abfärben möge. Tarotkarten, Kristallkugeln, Fengshui und Astrologie blühen.
Was Descartes anschaulich machte, ist, dass es zwei Typen von Menschen gibt: jene, die glauben, dass sie totale Kontrolle über ihr Schicksal haben – in diesem Leben und darüber hinaus -, und solche, die glauben, dass sie wie welke Blätter im Wind der Götter, Regierungen und Zombies sind.

Demokratie ist immer und überall dem Untergang geweiht, weil es immer sehr viel mehr wehende Blätter als freie Menschen gibt. Die meisten Menschen haben nie ‘cogito ergo sum’ akzeptiert. Sie glauben, dass sie existieren, deshalb muss ihnen gesagt werden, was sie zu tun haben; “Non est ergo sum credo” – Ich denke nicht, daher bin ich nicht verantwortlich. Diese Menschen infizieren alle Schichten der Gesellschaft, aber am häufigsten sind sie in Parlamenten, Gefängnissen und dem öffentlichen Dienst anzutreffen.

Der Konflikt zwischen diesen beiden grundverschiedenen Gruppen ist vorhersehbar und unvermeidbar. Jene, die nicht denken, sondern nur existieren, maßen sich das Recht an, auf Kosten derer zu leben, die denken und produktiv sind. Letztere nehmen das aus gutem Grund sehr übel; sie beginnen auch, sich zu wehren. Die Lücke wächst, der Druck steigt.

Es wäre besser, wenn sich beide Gruppen trennten und ihrer eigenen Weg gingen. Sie haben bereits so gut wie aufgehört, sich untereinander zu paaren; warum diese Entwicklung nicht offiziell machen?

Philip Barton

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